Heizen und Kühlen mit Wärmepumpen

Wärme oder Kälte für zu Hause

Heizen und Kühlen mit Wärmepumpen

In Zeiten knapper werdender fossiler Brennstoffe gewinnen alternative Heizsysteme immer mehr an Bedeutung. Wärmepumpen nutzen Wärme, die im Erdreich, im Grundwasser oder in der Umgebungsluft gespeichert ist. Sie wird über ein Heizungssystem in das Gebäude geleitet. Dieses Prinzip macht Sie unabhängiger von Energieträgern wie Öl und Gas.

Egal ob Alt- oder Neubau: Vor der Installation sollte eine genaue Heizlastberechnung des Hauses erfolgen. Ist die Wärmepumpe den baulichen Gegebenheiten angepasst und optimal eingestellt, sparen Sie langfristig Energiekosten und schonen die Umwelt.

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Bei einer Wärmepumpe wird die Wärme von außen – beispielsweise aus der Erde – über das Heizsystem nach innen in das Gebäude geführt. Um die Temperatur zu erhöhen, wird ein bei geringen Graden siedendes Kältemittel verdampft (1).

Das geschieht so lange, bis die Temperatur für Heizung und Trinkwassererwärmung ausreicht. Ausschlaggebend für die Effizienz ist der Verdichtungsprozess. Der Verdichter erhöht mit Hilfe seiner Antriebsenergie den Druck und damit die Temperatur des Kältemitteldampfes (2).

Das so erwärmte Gas gibt die Wärme im Kondensator an das Heizungswasser oder zur Trinkwasserbereitung ab und verflüssigt sich wieder (3).

Das abgekühlte Kältemittel wird durch das Expansionsventil entspannt, es werden also Temperatur und Druck auf das Ausgangsniveau gebracht (4).

Das Kältemittel kann wieder neue Wärme aus der Umwelt aufnehmen, und der Prozess beginnt erneut.

Welche Wärmepumpen gibt es?

Unterscheidung nach Wärmequellen

Hier finden Sie einen Überblick über die verschiedenen Arten von Wärmepumpen

Vor- und Nachteile von Wärmepumpen

Wärmepumpen im Neubau

Umweltfreundliches und kostengünstiges Heizsystem von Anfang an

Für einen Neubau die richtige Heizung zu finden fällt nicht leicht. Mit einer Wärmepumpe wählen Sie ein dauerhaft kostengünstiges und gleichzeitig umweltfreundliches Heizsystem für Ihr Zuhause. Wichtig ist, dass die Wärmepumpe exakt auf den Wärmebedarf des Gebäudes ausgelegt wird. Über- oder Unterdimensionierungen einer Wärmepumpe beeinträchtigen die Effizienz.

Wärmepumpen im Altbau

Umrüsten senkt Energiekosten

Beim Sanieren von Altbauten bietet sich der Austausch der alten Heizungsanlage gegen eine Wärmepumpe an. Luftwärmepumpen sind besonders einfach nachzurüsten und deshalb ideal für ältere Gebäude. Damit eine Wärmepumpe hier allerdings effizient arbeiten kann, sollte der Wärmebedarf des Gebäudes durch eine professionelle Dämmung und den Austausch von Fenstern und Türen reduziert werden.

Bei der Entscheidung, welche Modernisierungen in welchem Umfang sinnvoll sind, helfen Ihnen Energieberater. Sie prüfen die individuelle Situation vor Ort und empfehlen neutral.

Anders als häufig angenommen sind für den Betrieb einer Wärmepumpe Flächenheizsysteme (zum Beispiel Fußbodenheizungen) nicht notwendig. Falls Heizkörper vorhanden sind, so muss nur überprüft werden, ob deren Größe im geeigneten Verhältnis zur Raumgröße steht.

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