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„Wir haben mit ‚stern‘ und RWE saniert“

Brunhilde und Christian Kaas aus Morbach

Quelle: Wilo
Brunhilde und Christian Kaas haben ihr Einfamilienhaus im Hunsrückdörfchen Morbach energetisch komplett sanieren lassen. Dach, Keller und Fassade erhielten eine neue Dämmung. In die bestehenden Fenster wurden neue Wärmeschutzgläser eingesetzt und statt der alten Ölheizung sorgt nun ein innovatives Heizsystem aus Wärmepumpe und Pelletofen für behagliche Wärme. 112 000 Euro hat der Umbau gekostet: Dafür sparen Brunhilde und Christian Kaas nun rund 80 Prozent Energie. Bei der Umsetzung der Sanierung lief allerdings nicht alles nach Plan. Nachdem ein Dichtheitstest (Blower Door Test) des Energieberaters nach der Sanierung ergeben hatte, dass es weiterhin durch das Dach zog, musste nachgebessert werden, was die Bauarbeiten erheblich in die Länge zog. Christian Kaas kann dem aber auch Gutes abgewinnen: „Gut, dass die den Test gemacht haben. Wir als Laien hätten die Fehler nie feststellen können. So konnte man wenigstens nachbessern.“

Manuela Papadakis und Gunther Brodhecker aus Bad Homburg
Manuela Papadakis und Gunther Brodhecker haben ihre Dreizimmerwohnung an der Kurpromenade von Bad Homburg umbauen lassen. Nachdem der Energieberater Aufnahmen mit einer Wärmebildkamera von ihrem Haus gemacht hatte, war klar, dass viel Wärme über die Heizkörpernischen mit ihrem dünnen Mauerwerk entweicht. Auch die Rolllädenkästen entpuppten sich als Wärmeleck. Also wurden die Rolllädenkästen mit einem Dämmmaterial gefüllt und die Heizkörpernischen mit Porenbetonsteinen ausgemauert, sodass die Wand jetzt gerade abschließt. Rund 12 Prozent Energie werden die Brodheckers nun sparen. Das ist zwar nicht die Welt, aber auch der Komfort ist gestiegen und außerdem „sieht jetzt alles viel einheitlicher und ansprechender aus“, findet Manuela Papadakis.

Kristin und Mario Hanschmann-Curth aus Chemnitz
25 000 Euro hat die energetische Sanierung der Wohnung von Kristin und Mario Hanschmann-Curth aus Chemnitz gekostet. Dafür wurde eine neue Gasbrennwertheizung mit solarer Unterstützung der Warmwasseraufbereitung installiert, der Schornstein saniert und die veraltete Fensterverglasung gegen modernes Wärmeschutzglas ausgetauscht. Energieersparnis: mehr als 40 Prozent. Kristin Hanschmann freut sich besonders über die Solaranlage auf dem Dach, die rund 60 Prozent der Energie für die Warmwasserbereitung beisteuert. „Die läuft bei schönem Wetter auf vollen Touren, und am Display der Solaranlage kann ich ablesen, wie viele Kilowattstunden uns die Sonne liefert.“ Dank der neuen Fenster ist es jetzt außerdem nicht nur wärmer, sondern auch leiser in der Wohnung.

Kortina und Uwe Lachmann aus Rechenberg-Bienenmühle
Rund 100 000 Euro haben Kortina und Uwe Lachmann aus Rechenberg-Bienenmühle im Erzgebirge in die Hand genommen, um ihr fast 40 Jahre altes Wohn- und Geschäftshaus energetisch sanieren zu lassen. Unter anderem wurde die oberste Geschossdecke zum Speicher gedämmt und die Außenwände erhielten einen Thermomantel in Form eines Wärmedämmverbundsystems. Allein der Wärmeverlust durch die Außenwände konnte so um 75 Prozent verringert werden. „Nicht nur im Winter ist es jetzt viel behaglicher, auch der Sommer wird angenehmer, denn bei Hitze dauert es länger, bis es drinnen so richtig warm wird“, so Uwe Lachmann. Große Freude hat ihnen die Wahl der Farbe für den neuen Putz bereitet: „Wir haben tagelang Farbkarten gewälzt, bis wir die Farbe gefunden hatten, die wir haben wollten: ein kräftiges Terracotta“.

Kindertagesstätte „Kinderplanet“ aus Castrop-Rauxel
Drinnen war es ja ganz hübsch in der Kindertagesstätte „Kinderplanet“ in Castrop-Rauxel, aber energetisch war der Hort ein Sanierungsfall. Nicht nur die kalten Außenwände waren ungemütlich, die feuchte Atemluft von 40 Kindern sorgte oft für das reinste Treibhausklima. Deswegen wurde komplett saniert: Dreifach verglaste Wärmeschutzfenster wurden eingebaut, Fassade und Dach gedämmt und eine neue Heizung installiert. Die Feuchtigkeit wird jetzt durch eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung aus dem Haus geführt. „Die Luft ist viel frischer“, schwärmt Kita-Leiterin Barbara Jahn. „Das Raumklima ist jetzt wirklich super.“ Und: Die Energiekosten sind um rund zwei Drittel niedriger als vorher.

Reihenhaus in Bad Bentheim
Dass sich die Sanierung ihres Hauses zu einem wahren Drama entwickeln würde, hatten sich Gerdi und Friedrich Buse aus Bad Bentheim nicht vorgestellt. Grund war ihr Nachbar, der die Dachdämmung – den wichtigsten Bestandteil des Sanierungskonzepts – um jeden Preis verhindern wollte. Aufgrund von Einbauschränken im Dachgeschoss war eine Dachdämmung bei den Buses nur von außen möglich, was eine um zwölf Zentimeter höhere Dachfläche bedeutete. Und die wollte der Reihenhaus-Nachbar nicht dulden. Nachdem eine Klage vor Gericht und eine Petition beim Bürgermeister erfolglos blieben, brachte schließlich ein Gütetermin vor dem Amtsgericht den Durchbruch. So gab es doch noch ein Happy End – allerdings mit einem Jahr Verzögerung.

Alle Sanierungs-Fakten auf einen Blick

Einfamilienhaus in Morbach
Baujahr: 1957
Besitzer: Brunhilde und Christian Kaas
Energiesparmaßnahmen: Austausch der Ölheizung und Installation eines Holzpelletkessels im Wohnzimmer in Kombination mit einer Luft-/Wasser-Wärmepumpe. (Ein Pelletofen ist ein Kaminofen, in dem statt Holzscheite Presslinge verfeuert werden. Er ist ins Heizsystem integriert und unterstützt die Wärmepumpe, wann immer er befeuert wird.) Zwischensparrendämmung und Neueindeckung des Daches plus Unterdämmbahn; Dämmung der Fassade mit einem Wärmedämmverbundsystem; Einbau neuer Verglasung in die vorhandenen Holzfensterrahmen und einer neuen Haustür; Kellerdeckendämmung.
Gesamtkosten: 112 000 Euro
Bisheriger Energieverbrauch: 30 000 kWh/a
Erwartete Ersparnis: 24 900 kWh/a (83 Prozent)
Erwartete CO2- Einsparung: 7740 kg/a

Wohnung in Bad Homburg
Baujahr: 1908
Besitzer: Manuela Papadakis und Gunther Brodhecker
Energiesparmaßnahmen: Dämmung der Rollladenkästen, elektrische Rollladenantriebe zur Verbesserung der Luftdichtheit eingebaut. Neue Heizkörper und hydraulischer Abgleich für das gesamte Gebäude. Ausmauerung der Heizungsnischen mit Porenbeton, Umbau von Sockelleisten, Einbau neuer Fensterbänke. Justierung von Fenstern und Wohnungstür.
Gesamtkosten: 13 000 Euro
Bisherige Energieverbrauch: 20 000 kWh/a
Erwartete Ersparnis: 2400 kWh/a (12 Prozent)
Erwartete CO2-Einsparung: 590 kg/a

Wohnung in Chemnitz
Baujahr: 1887
Besitzer: Kristin und Mario Hanschmann-Curth
Energiesparmaßnahmen: Installation einer Gasbrennwertheizung mit solarer Unterstützung der Warmwasseraufbereitung, Schornsteinsanierung, Verlegung und Dämmung neuer Rohre, Installation neuer Heizungsarmaturen. Austausch der alten Fensterverglasung gegen moderne Wärmeschutzverglasung.
Gesamtkosten: 25 000 Euro
Bisherige Energieverbrauch: 3150 kWh/a
Erwartete Ersparnis: 1390 kWh/a (44 Prozent)
Erwartete CO2- Einsparung: 340 kg/a

Wohn- und Geschäftsgebäude in Rechenberg-Bienenmühle
Baujahr: 1972
Besitzer: Kortina und Uwe Lachmann
Energiesparmaßnahmen: Außendämmung, Außenputz, Überdachung der Haustür; Verlängerung des Dachüberstands durch Anpassung der Dachbleche und Regenrinnen, Anpassen der Schindeln; Dämmung der obersten Geschossdecke, Einbau von Bodenplatten, Anhebung der Türstürze; Dämmung der Wände zur unbeheizten Garage.
Gesamtkosten: 102 000 Euro
Bisherige Energieverbrauch: 65 000 kWh/a
Erwartete Ersparnis: 26 000 kWh/a (40 Prozent)
Erwartete CO2-Einsparung: 8100 kg/a



Kindertagesstätte Kinderplanet Castrop-Rauxel
Baujahr: 1954
Energiesparmaßnahmen u. a.: Dämmung der obersten Geschossdecke; Dämmung mit einem druckfesten Wärmedämmverbundsystem mit Karbon-Schale. Einsetzen von Kunststoffrahmen und Dreifach-Wärmeschutzverglasung mit integrierter Be- und Entlüftungsanlage und Wärmerückgewinnung.
Gesamtkosten: 233 000 Euro
Bisherige Energieverbrauch: 88 300 kWh/a
Erwartete Ersparnis: 56 540 kWh/a (64 Prozent)
Erwartete CO2-Einsparung: 13 960 kg/a

Reihenhaus in Bad Bentheim
Baujahr: 1978
Besitzer: Gerdi und Friedrich Buse
Energiesparmaßnahmen: Austausch des einfachen Fensterglases gegen Wärmeschutzverglasung. Sanierung der Rollladenkästen. Austausch der Kellerfenster. Zwischensparrendämmung am Dach (Einbringen der Dämmung und der Dampfbremse von außen). Dämmung der vertäfelten Giebelwandbereiche.
Gesamtkosten: 44 000 Euro
Bisherige Energieverbrauch: 23 740 kWh/a
Erwartete Ersparnis: 5935 kWh/a (25 Prozent)
Erwartete CO2-Einsparung: 1470 kg/a