8 Tipps, mit denen Sie zum Klimaschützer werden

Klimaschutz geht jeden an – und es ist leichter mitzumachen, als man denkt. Sparen Sie täglich mit simplen Maßnahmen Energie, und verringern Sie so den CO2-Ausstoß. Das gefällt nicht nur dem Klima, sondern auch Ihrer Haushaltskasse. Denn die Energie, die Sie einsparen, müssen Sie auch nicht bezahlen. Hier ein paar Tipps, die Sie im Handumdrehen zum Klimaschützer machen

 

Duschen mit Köpfchen

Installieren Sie einen Wassersparduschkopf. Durch einen üblichen Duschkopf rauschen pro Minute 16 bis 18 Liter Wasser. Ein Sparduschkopf reduziert je nach Modell den Verbrauch bis auf acht Liter. Achten Sie beim Kauf auf die Literangaben, auch ein Duschkopf, durch den zwölf Liter pro Minute fließen, darf sich schon Sparduschkopf nennen. Einen Sparduschkopf bekommen Sie bereits ab 20 Euro.

CO2-Einsparung: bei einer täglichen fünfminütigen Dusche pro Jahr durchschnittlich 230 kg CO2

 

Beim Fenster nichts durchlassen

Sind Ihre Fenster wirklich dicht? Zugluft vermittelt schnell ein Gefühl von Kälte, und lässt Sie die Heizung höher stellen. Mit einem Teelicht können Sie leicht testen, ob Ihre Fenster noch gut isoliert sind. Bewegt sich die Flamme im Zug der Luft, die durch die Ritzen kommt, sollten Sie die alte Dichtung im Fensterspalt gegen eine neue austauschen. Das reicht oft aus. Bei Doppelfenstern nur den inneren Flügel abdichten, sonst sammelt sich Kondenswasser im Scheibenzwischenraum und es kann zu Feuchtigkeitsschäden kommen. Fensterdichtungen gibt es bereits ab 7 Euro in jedem Baumarkt.

CO2-Einsparung: bei einem Einfamilienhaus von 150 m2 mit einer Ölheizung 400 kg und mit einer Gasheizung 315 kg CO2 pro Jahr

 

Heizen nach Plan

Passen Sie den Betrieb Ihrer Heizung Ihrem Lebensrhythmus an. Wenn niemand zu Hause ist, müssen es nicht kuschelige 23 Grad sein. Die Nachtabsenkung über programmierbare Thermostatventile auf 15 Grad können Sie auch tagsüber nutzen. Montieren Sie an Ihren Heizkörpern jeweils ein Thermostatventil. Bei zentralbeheizten Häusern lassen sich individuelle Heizzeiten über elektronische Thermostatventile programmieren. Preis für programmierbare Thermostatventile: 30 bis 50 Euro pro Heizkörper.

CO2-Einsparung: bei einer nächtlichen Temperatursenkung auf 15 bis 16 Grad in einem
Vier-Personen-Haushalt rund 300 kg CO2 pro Jahr

 

Jedes Grad zählt

Wie warm ein Zimmer beheizt werden sollte, richtet sich nach seiner Nutzung. Für Schlafzimmer werden 16 bis 18 Grad empfohlen, in Wohnräumen sind es 20 bis 22 Grad, in der Küche reichen 18 bis 20 Grad – hier heizen Herd, Kühlschrank und Backofen mit. Im Bad sind 20 bis 24 Grad optimal, für Vorräume 15 bis 16 Grad.

CO2-Ersparnis: bei Absenkung der Raumtemperatur um nur ein Grad in einem Vier-Personen-Haushalt pro Jahr rund 350 kg CO2

 

Kühlschrank: Mehr sorgt für weniger

Weniger als sieben Grad sind im Kühlschrank nicht nötig, um Lebensmittel frisch zu halten. Wenn Sie Ihren Kühlschrank regelmäßig reinigen, die Lebensmittel in geschlossenen Behältern und in den dafür vorgesehenen Fächern lagern, brauchen Sie keine hygienischen Bedenken zu haben. Für Froster reichen -18 Grad.

CO2-Einsparung: bei einer Erhöhung der Kühltemperatur von 4 Grad auf 7 Grad bei einem Kühlschrank mit mittlerer Leistung pro Jahr etwa 12 bis 20 kg CO2

 

Sauber waschen im Sinne des Klimas

Waschen Sie immer mit voller Waschmaschine. Lassen Sie die Vorwäsche weg. Waschen Sie höchstens mit 60 Grad und nur in Ausnahmefällen mit höheren Temperaturen. Auch bei 30 bis 40 Grad wird Ihre Wäsche schön sauber. Nutzen Sie Wäscheständer oder Leine zum Trocknen und nicht den Trockner.

CO2-Einsparung: bis zu 330 kg CO2 pro Person und Jahr

 

Stand-by den Strom abdrehen

Stand-by-Schaltungen an elektrischen Geräten wie Stereoanlagen, Fernsehern und Videorekordern sind stille Stromfresser. Gibt es keinen Ausschalter für die Stand-by-Funktion, können Sie eine schaltbare Steckerleiste anschließen, mit der das Gerät ganz vom Strom genommen wird. Oder Sie ziehen den Stecker. Spätestens wenn Sie schlafen, ist die Stand-by-Funktion überflüssig.

CO2-Einsparung: pro Haushalt bis zu 300 kg CO2 im Jahr

 

Jede Sparlampe zählt

Kleiner Tausch – große Wirkung: Tauschen Sie eine 60-Watt-Glühbirne gegen eine gleich helle 11-Watt-Sparlampe, sparen Sie in einem Jahr 20,5 kg CO2. Sie denken, das sei nicht viel? Einige Fachleute schätzen, dass man ein Kohlekraftwerk abschalten könnte, würde pro Haushalt nur eine normale Glühbirne gegen eine Energiesparlampe ausgetauscht. Energiesparlampen gibt es schon ab 2 Euro.

CO2-Einsparung: 20,5 kg CO2 in einem Jahr pro ausgetauschter Glühbirne

 

Weitere Informationen

 

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