Lust auf Lux: Perfekt ausgeleuchtet

Im Dunkeln soll es sich ja gut munkeln lassen – mehr aber auch nicht. Deshalb gehört zum Wohnalltag eine sinnvolle und sinnliche Beleuchtung von Haus oder Wohnung. Dabei ist Licht nicht gleich Licht. Wer seine Augen schonen möchte, sollte sich überlegen, wo und wie er Lampen einsetzt.

Grundsätzlich gilt: Wo gearbeitet und gelesen wird, sollte das Licht mindestens 500 Lux (= Beleuchtungsstärke, gibt an, wie viel Licht auf eine bestimmte Fläche fällt) betragen. Weiter unterscheiden Fachleute zwischen der Grundbeleuchtung, die den Raum gleichmäßig erhellt, und der Akzentbeleuchtung, bei der das Licht aus verschiedenen Lichtquellen stammt, zum Beispiel über dem Tisch, dem Sofa oder an einer Wand. Welche Lichtstärke wo zum Einsatz kommt, richtet sich zum einen nach dem Alter. Ein Mensch mit 60 Jahren braucht doppelt so viel Lux, um die gleiche Sehschärfe zu haben wie ein 20-Jähriger. Zum anderen nach der Tätigkeit, die in einem Raum verrichtet wird; so brauchen wir zum Lesen helleres Licht als zum Fernsehen. Besonders angenehm für unsere Augen ist ein Zusammenspiel von direktem Licht, wie von einer Leselampe, und indirektem Licht, wie von einem Deckenfluter. Daneben ist Licht nicht nur ein funktionales Mittel, sondern auch ein Gestaltungselement. Hier ein paar Vorschläge, wie Sie Wohnzimmer, Küche und Bad optimal beleuchten.

 

Wohnzimmer – Licht für alle Fälle

Wohnzimmer sind besondere Räume, in denen unterschiedlichste Tätigkeiten verübt werden – fernsehen, plaudern, essen, lesen, basteln, spielen, bügeln ... Entsprechend benötigen Sie hier verschiedene Lichtquellen. Eine Grundbeleuchtung – zum Beispiel durch einen Deckenleuchter – sorgt für Licht beim Saubermachen. Am Sofa und über dem Tisch bieten sich Lampen mit direktem Licht an, die beim Basteln und Lesen zum Einsatz kommen. Stehlampen oder Deckenfluter sorgen für Stimmung und Akzente. Praktisch sind Deckenfluter, die indirektes Licht spenden und mit einer weiteren beweglichen Lampe für direktes Licht sorgen.

 

Küche – kochen im richtigen Licht

Die Küche ist ein Arbeitsplatz und braucht deshalb eine gute Grundbeleuchtung. Für größere Küchen bieten sich Seil- oder Stangensysteme mit mehreren Strahlern an, alternativ können viele kleine Leuchten in die Decke integriert werden. Ergänzt wird diese Grundbeleuchtung durch eine Akzentbeleuchtung über Herd, Arbeitsflächen und Esstisch. Achten Sie bei der Wahl der Leuchtmittel auf eine gute Farbwiedergabe-Eigenschaft, so bleiben die Farben der Lebensmittel unverfälscht. Gutes „Küchenlicht“ spenden Kompaktleuchtstofflampen und Halogenlampen mit einem warmweißen Licht.

 

Bad – sauber ausgeleuchtet

Im Bad brauchen Sie eine Grundbeleuchtung und Licht am Spiegel. Die Spiegelbeleuchtung ist notwendig fürs Schminken und Rasieren. Die Grundbeleuchtung bringt Licht in jede Ecke, in Schränke und Schubladen. Wer’s auch hier gern wohnlich mag, kann zusätzlich mit einer Akzentbeleuchtung für Stimmung sorgen, zum Beispiel mit farbigem Licht in der Dusche, Leselicht an der Wanne oder integrierten Leuchten in Schränken und Regalen.

 

Kleines Birnen 1 x 1

Glühbirnen erzeugen mit einem Glühdraht aus Wolfram Licht und sind typische Temperaturstrahler: Nur etwa fünf Prozent der eingesetzten Energie werden in Licht verwandelt, der Rest ist Wärmestrahlung. Diese schlechte Lichtausbeute ist der Grund dafür, dass seit September 2009 keine Glühbirnen mehr produziert werden.

Halogenlampen sind eine Weiterentwicklung der Glühlampe, aber wirtschaftlicher als diese. Sie liefern ein warmweißes Licht, das Farben kaum verfälscht. Weniger effiziente Halogenlampen teilen seit September 2009 das Schicksal der Glühlampe.

Leuchtstofflampen erzeugen mit Strom und Quecksilberatomen eine UV-Strahlung, die in sichtbares Licht umgewandelt wird. Im Vergleich zur Glühbirne verbrauchen sie bei gleicher Lichtstärke nur ein Zehntel der Energie. Die mittlere Lebensdauer einer Leuchtstofflampe liegt je nach Betriebsart und Typ zwischen 5000 und 45 000 Stunden. Glühbirnen hingegen halten nur 1000 Stunden.

Kompaktleuchtstofflampen sind gefaltete Leuchtstofflampen. Haben sie einen Glühlampen-Schraubsockel, spricht man von Energiesparlampen. Hier ist die Stromeinsparung ernorm: Eine 11-Watt-Energiesparlampe ersetzt bei gleicher Helligkeit eine 60-Watt-Glühbirne und hat außerdem eine wesentlich höhere Lebensdauer.

LED-Leuchten sind elektronische Halbleiterkristalle, die bei Stromfluss Licht abgeben. Sie halten bis zu 50 000 Stunden, im Dauereinsatz entspricht das sechs Jahren. Sie geben kaum Wärme ab und haben einen sehr niedrigen Stromverbrauch.

 

So sparen Sie Energie mit Licht und Lampen

  1. Schalten Sie das Licht in den Räumen aus, in denen Sie sich nicht aufhalten.
  2. Tauschen Sie herkömmliche Glühbirnen gegen Energiesparlampen oder LED-Leuchten.
  3. Verwenden Sie verschiedene Lichtquellen in einem Raum. So können Sie einzelne Bereiche getrennt von anderen beleuchten und verbrauchen nur dort Energie, wo Sie gerade Licht benötigen.
  4. Setzen Sie überall dort, wo Sie viel und lange Licht brauchen, Leuchtstofflampen ein, die besonders energieeffizient sind. Es gibt inzwischen viele Design-Lösungen, die Leuchtstofflampen auch in Wohnräumen nicht ungemütlich wirken lassen.
 

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Bildnachweis: Titelgrafik - Skip ODonnell/iStockphoto.com; Wohnzimmer - virtua73/Fotolia.de; Küche - oliver-marc steffen/Fotolia.de; Bad - fhmedien_de/Fotolia.de; Leuchten - dena